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Bilanzanalyse und Kennzahlen
Vorwort
Die Bilanzskandale um Firmen wie Enron, Shell, Balsam oder noch jüngst um die möglichen "Bilanzfälschungen" bei ENWB (FTD 15.04.05, Seite 2) haben aufgezeigt, dass viele Unternehmen ihre Bilanzen "freier" gestalten als es ihnen nach nationalen (HGB) und internationalen (IAS oder US-GAAP) Regeln zusteht. Ihr Ziel ist es dabei, ihr Unternehmen je nach Zweck besser (Aktienmarkt) oder schlechter (Steuerlast) aussehen zu lassen. Das Handelsrecht bietet dazu eine Reihe an sogenannter "bilanzpolitischer" Spielräume.
In Deutschland haben daraufhin zum einen die Bundesregierung selbst und zum anderen die sogenannte "Kromme"-Kommission verschiedenen weitere Regelwerke erarbeitet, um mehr Klarheit und Transparenz in die Unternehmensrechnungslegung zu bekommen. Es soll zunehmend mehr Möglichkeiten geben die Firmenabschlüsse extern zu begutachten. Die Bilanzanalyse ermöglicht unter zu Hilfenahme verschiedener Kennzahlen die wirtschaftliche und finanzielle Lage eines Unternehmens zu bewerten. Die ArbeitnehmervertreterInnen in den Vertretungsorganen können durch die Bilanzanalyse wertvoller Erkenntnisse zur Lage des betreffenden Unternehmens gewinnen.
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