CHRONOS — Arbeitszeit- und Wirtschaftsberatung
 

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14 Regeln für ein gutes Schichtsystem

  1. MÖGLICHST KURZE NACHTSCHICHTPERIODE
    Es sollte keine dauerhafte Nachtschicht geben, es sei denn in Fällen, wo die Art der Arbeit oder wichtige Faktoren im privaten Leben der Schichtarbeiter dies erforderlich oder wünschenswert machen.

  2. MÖGLICHST KURZE NACHTSCHICHTFOLGE
    In der Regel sollten bei Dauernachtschicht nicht mehr als 2-4 Nachtschichten in Folge gearbeitet werden.

  3. SCHNELLE SCHICHTFOLGE VERMEIDEN
    Zu kurze Pausen arbeitsfreier Zeit zwischen zwei Schichten (z.B. 7,8 oder 10 Stunden) sollten vermieden werden.

  4. SCHICHTFOLGEN MIT EINIGEN FREIEN WOCHENENDEN
    Kontinuierliche Schichtsysteme, die auch Wochenenden mit einschließen, sollten einige freie Wochenenden mit wenigstens zwei aufeinanderfolgenden freien Tagen vorsehen.

  5. VERMEIDUNG ÜBERLANGER ARBEITSPERIODEN
    Arbeitsperioden von acht oder mehr Arbeitstagen in Folge sollten vermieden werden.

  6. KOPPLUNG DER SCHICHTLÄNGE AN DIE ARBEITSLAST
    Die Länge der Schicht sollte von der körperlichen und geistigen Belastung durch die Arbeit abhängig sein.

  7. KÜRZERE NACHTSCHICHTEN
    Die Nachtschicht sollte kürzer sein als die Frühschicht und die Spätschicht.

  8. VORWÄRTSWECHSEL
    Bei kontinuierlichen Schichtsystemen ist ein Vorwärtswechsel (z.B. Frühschicht, dann Spätschicht, dann Nachtschicht) vorzuziehen.
  9. SPÄTERER BEGINN DER FRÜHSCHICHT
    Die Frühschicht sollte nicht zu früh beginnen.

  10. EINFÜHRUNG VON FLEXIBILITÄT
    Beim Schichtwechsel sollten die Schichtarbeiter möglichst flexible Zeiten haben.
  11. REGELMÄSSIGKEIT DER SCHICHTFOLGE
    Die Schichtfolge sollte möglichst regelmäßig sein.

  12. SPIELRAUM FÜR FLEXIBILITÄT IN EINZELFÄLLEN
    Eine gewisse Flexibilität in bezug auf die Wünsche einzelner Schichtarbeiter ist wünschenswert.

  13. KURZFRISTIGE ÄNDERUNGEN DER SCHICHTFOLGE VERMEIDEN
    Kurzfristige Abweichungen von der grundlegenden Schichtfolge aus technischen Gründen sollten möglichst gering bleiben.

  14. RECHTZEITIGE ANKÜNDIGUNG VON SCHICHTFOLGEN
    Schichtarbeiter sollten so früh wie möglich über ihre Schichtfolgen und über Änderungen in dem normalen Plan informiert werden.

(aus: Leitlinien für Schichtarbeiter, Bulletin für europäische Schichtarbeitsfragen Nr. 3, 1991)


Literaturtipp:
Ingo Hamm: Flexible Arbeitszeiten in der Praxis, 2. Aufl. Bund Verlag 2001

 
 
 
 
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